Anschuldigungen der Manipulation bei der Gruppenauslosung zur WM in Brasilien

Auslosungen im Fußball – Zufall oder das Erstellen von Traumpaarungen?

Weltmeisterschaft, Europameisterschaft oder Champions League – Fans in allen Ländern erwarten die Auslosung der Partien mit Spannung und fiebern während der Übertragung mit. Doch ist es wirklich Zufall, welche Mannschaften aufeinandertreffen? Oder wird die geschickte Planung von Paarungen als Zufall „verkauft“ und eigentlich ist alles nur Marketing und Schiebung?

Schiebung bei der WM Auslosung für 2014?

Die Auslosung für die WM 2014 in Brasilien sorgt für Unsicherheiten bei den Fans. Während der Veranstaltung hat FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke die Hände beim Öffnen der gezogenen Kugeln überraschend oft hinter einer Sichtblende verborgen. Logischerweise bestreitet die FIFA jegliche Manipulationen. Die „Sichtblende“ sei ein Monitor und die gesamte Vorbereitung sowie die Ziehung selbst werden von Mitarbeitern der Beratungsfirma Ernst & Young überwacht. Manipulationen seien ausgeschlossen. Auch dass Argentinien in eine Gruppe passend zum bereits vor der Ziehung gewählten Quartier gelost wird, bezeichnet die FIFA als Zufall. Viele Mannschaften aus Südamerika hätten ihr Quartier für die Spiele bereits lange vor der Ziehung ausgewählt. Wie die Wahrheit genau aussieht, das wird kaum ein Außenstehender beurteilen können. Ein fader Beigeschmack bleibt.

Gruppeneinteilung bei der WM 2014 in Brasilien

Gruppeneinteilung – Quelle: © wladi – Fotolia.com

Und wie war das bei der Champions League?

Auch die Uefa Champions League Auslosung im Jahre 2012 lässt bis heute Zweifel offen. Ein Team des Senders Sky filmt damals bereits die Probeläufe und es entsteht ein Bild, dass das spätere Endergebnis wiedergibt. Lediglich die Reihenfolge der Partien ist verändert, die Gegner bleiben gleich, sogar die Heim- und Auswärtskonstellationen bleiben unverändert. Die Uefa spricht von einem ungewöhnlichen Zufall. Rechnerisch stehen die Chancen für einen solchen Zufall allerdings mehr als schlecht. 5.364 verschiedene Auslosungsergebnisse sind nach den Daten der Uefa möglich. Bei wenigen Versuchen direkt in Folge liegt die Chance, zweimal die gleichen Ergebnisse zu erzielen, demnach bei 0,000183. Auch hier ist eine Schiebung bei der Auslosung nicht nachgewiesen. Und trotzdem bleiben Zweifel.

Wettskandal in Österreich

Einen weiteren Grund, an Schiebung bei den Auslosungen zu glauben, liefert der Fußball Wettskandal, der nun auch Österreich erreicht. Wie viel Vertrauen sollen Fans haben, wenn die Spiele selbst nicht mehr ehrlich gespielt werden? Fans in aller Welt wollen echte Spiele sehen und keine vorgeplanten Spielverläufe und -ergebnisse serviert bekommen.

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