Die Entwicklung der Fußballschuhe von 1949 bis 2013

In der Geschichte des Fußballsports gab es viele verschiedene Fußballschuhmodelle, die genauso wie ihre Träger, einen Teil zum sportlichen Erfolg beigetragen haben. Die Geschichte begann 1949 mit dem Puma „Atom“.

Die Fußballbundesliga feierte kürzlich ihr 50-jähriges Bestehen. Die Geschichte der Fußballschuhe begann allerdings schon ein paar Jahre früher. Bereits 1948/49 brachte der damalige Puma-Firmengründer Rudolf Dassler den Puma „Atom“ auf den Markt. Der „Atom“ war der erste Fußballschuh mit Schraubstollen. So konnten die Spieler ihr Schuhwerk auf die jeweiligen Bodenverhältnisse anpassen. Der bekannteste Träger des Puma „Atom“ war zu dieser Zeit Horst Eckel.

1954 brachte Adidas den „Argentinia“ auf den Markt

Im Jahr 1954 schrieb die deutsche Nationalmannschaft Geschichte. Sie sicherte sich im Finale gegen Ungarn den ersten Weltmeistertitel. Fritz Walter spielte damals mit dem 436 Gramm schweren Fußballschuh „Argentinia“ von Adidas. Dieser Schuhe konnte erstmals mit 18-mm Stollen gespielt werden.

1958 kommt der erste Schuh mit Puma-Streifen

Jeder kennt ihn, den Puma Streifen. Er ist auf fast allen Schuhen des Sportartikelherstellers zu sehen und gilt als Markenzeichen. Pünktlich zur WM in Schweden bringt Puma mit dem Model „Weltmeister“ den ersten Schuh mit dem Streifen auf den Markt.

„Achilles“ ist eine Sonderanfertigung für Uwe Seeler

Uwe Seeler verletzte sich im Februar 1965 schwer, indem er sich die Achillessehne riss. Der Firmengründer von Adidas Adi Dassler entwickelte eigens für Uwe Seeler den Adidas „Achilles“. Er war mit 342 Gramm etwas leichter als der „Weltmeister“ von Puma. Mit der integrierten Dämpfung an der Ferse des Fußballschuhes wurde der Druck von der Achillessehne gemindert.

Der Siegeszug des Puma „King“ beginnt

1966 kam mit dem Puma „King“ ein Fußballschuh auf den Markt, der bis heute einer der beliebtesten Fußballschuhe ist. Bei der WM 1966 in England wurde der Puma „King“ unter anderem von der portugiesischen Legende Eusebio gespielt.

„Copa Mundial“ – Eine weitere Legende unter den Fußballschuhen

Mit dem Adidas „Copa Mundial“ entwickelte Adidas einen Schuh, welchen es auch heute noch zu kaufen gibt und welcher sehr gerne getragen wird. Der Fußballschuh aus Känguruleder mit einer Nockensohle wurde durch den Kaiser Franz Beckenbauer berühmt. Er überzeugt durch sein sehr weiches Leder und seine tollen Passform.

Adidas Copa Mundial

Der Adidas Copa Mundial wurde durch Franz Beckenbauer berühmt

Der Puma „Torero“ für die Hand Gottes

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien wurde der „Torero“ von Puma produziert. Der „Torero“ war der erste Fußballschuh mit einer Sohle und zwei Gelenkzonen. Dieser Schuh wurde zum Beispiel von der argentinischen Legende Diego Armando Maradona getragen.

1994 Nike betritt die Fußballbühne

Während in den Vorjahren die beiden Marken Adidas und Puma den Markt beherrschten, kam pünktlich zur WM in den USA 1994 mit dem amerikanischen Sportartikelhersteller Nike ein neuer Konkurrent hinzu. Den Nike „Tiempo Premier“ spielten im WM-Finale zehn Spieler.

Der Adidas Predator revolutioniert den Markt

Zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland brachte Adidas den „Predator absolute“ auf den Markt. Mit diesem Schuh verabschiedete man sich von den typischen Farben schwarz-weiß. Der „Predator“ brachte Farbe auf den Fußballplatz.

Heute sind die Fußballschuhe High-End Produkte

Durch die stetige Weiterentwicklung der Fußballschuhe änderten sich Materialien und Formen der Fußballschuhe. Die Ansprüche wurden immer höher und so brachte jeder der Hersteller ein Flaggschiff auf den Markt. Da wäre Nike mit dem „Hypervenom“, Adidas mit dem „Nitrocharge“ und Puma mit dem Model „Power Cat“.

One Response to Die Entwicklung der Fußballschuhe von 1949 bis 2013

  1. Lukas J. 15. November 2013 at 17:53 #

    Der Vollständigkeit zurliebe: Stimmt es, wie in „Das Wunder von Bern“ kolportiert, dass 1954er Adidas Schuhe die ersten waren, bei denen die Stollen verschraubbar und somit auswechselbar waren? Im Film scheint das sehr selbstverständlich zu sein, aber auf die Frage, ob das der Realität entspricht, finde ich im Netz nirgends eine Info. Weiß da jemand vielleicht Bescheid?

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