Die Fußball-Bundesliga vor 30 Jahren

Als die Bayern nur einmal Tabellenführer waren und dennoch Deutscher Meister wurden

Die Saison 1985/86 war in vielerlei Hinsicht eine ganz besondere Spielzeit in der Fußball-Bundesliga. An insgesamt 31 Spieltagen stand der SV Werder Bremen an der Tabellenspitze. Die Norddeutschen erzielten mit insgesamt 83 Treffern auch die meisten Tore. Noch vor dem letzten Spieltag besaßen die Bremer einen Vorsprung von einem Sieg auf den schärfsten Verfolger Bayern München. An eben jenem Spieltag empfingen die Werderaner ausgerechnet Bayern München. Ein Sieg der Nordlichter hätte die vorzeitige Meisterschaft bedeutet.

Michael Kutzop verschießt den entscheidenden Elfemeter

In der 89. Minute dann die große Chance für Werder: Elfmeter. Zurecht legt sich den Ball Michael Kutzop, ein absolut sicherer Schütze vom Punkt. Doch er vergibt die Möglichkeit und verschießt. Das Spiel endet 0:0. Es kommt wie es kommen muss.

football-19961_640Letzter Spieltag entscheidet die Meisterschaft zuginsten Bayern München

Am letzten Spieltag gewinnt Bayern München 6:0 gegen Borussia Mönchengladbach während Werder Bremen auswärts beim VfB Stuttgart 1:2 verlieren. So werden die Bayern Meister. Zum ersten und bisher einzigen Mal, dass der Deutsche Meister nicht wenigstens an einem der vorangegangenen Spieltage Tabellenführer war.

Absteiger Saarbrücken und Hannover, Dortmund spielt Relegation

Absteiger waren in dieser Saison zwei der drei Neulinge. Der 1. FC Saarbrücken und Hannover 96 traten am Saisonende den Gang in Liga 2 an. In die Relegation spielte sich Borussia Dortmund. Die Dortmunder bekamen es mit Fortuna Köln zu tun. Die ersten beiden Spielen endeten 0:2 bzw. 3:1, sodass ein Entscheidungsspiel über Abstieg oder Aufstieg den Ausschlag geben musste. Das Spiel gewannen die Dortmunder mit 8:0 (!) und konnten somit die Klasse halten. Bester Torschütze der Saison wurde Stefan Kuntz vom VfL Bochum mit 22 Toren. In der Meistermannschaft standen übrigens Spieler mit bekannten Namen wie Lothar Matthäus und Karl-Heinz Rummenigge.

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