Entscheidung für Katar sorgt für Kopfschütteln

Die WM in Katar ist ein weiterer Skandal innerhalb der FIFA

Im Jahr 2022 findet die Fußball-Weltmeisterschaft im kleinen Emirat Katar am persischen Golf statt. Für die Welt ist die Entscheidung seit der Vergabe unverständlich und immer neue Skandale sorgen für Aufregung. Dass sich ein Land ohne nennenswerte Fußball-Geschichte gegen den Mitbewerber USA durchsetzte, verblüfft Verantwortliche und Fans. Ein Land, in dem extreme Temperaturen von über 50 °Celsius, Homophobie und Ausbeutung an der Tagesordnung sind, erscheint als Gastgeber für Spieler und Fans unglücklich gewählt.

 Skandale bereits vor der Vergabe

Die Bewerbung von Katar um die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 galt als wenig aussichtsreich. Bisher hat noch keine Mannschaft des reichen Emirates an diesem Event teilgenommen. Zum Zeitpunkt der Bewerbung belegte das Land den 133. Platz der FIFA-Weltrangliste. Reporter der britischen Zeitung „Sunday Times“ filmten Vertreter aus Tahiti und Nigeria, die ihre Stimmen zum Verkauf anboten. Ein Ausschussmitglied aus Südamerika gab an, dass Katar lange im Vorfeld der Abstimmung Stimmen eingekauft habe. Ein, in der Fußball-Tradition, als Außenseiter wirkender Staat als Ausrichter sowie Korruption und fehlende Transparenz bei der Vergabe, tragen nicht gerade zum Vertrauen der Fans bei.

Skandale bei der Vergabe der Fußball Weltmeisterschaft in Katar

Die Vergabe der WM 2022 in Katar ist ein weiterer Skandal innerhalb der FIFA

Bedingungen wie auf einem Sklavenmarkt

Die fehlende Infrastruktur für die Fußball-Weltmeisterschaft wird teuer erkauft. Das Erdöl-Emirat Katar ist ein Gastarbeiterland. 225.000 Einwohner stehen 1,8 Millionen Migranten gegenüber. Für den Bau der 12 Spielstätten benötigt das Land eine weitere halbe Million Arbeitskräfte. Die Arbeitsbedingungen in Katar sind nach unabhängigen Berichten menschenunwürdig. Es heißt, dass viele Arbeiter ihre Pässe bei ihrem Arbeitgeber abgeben müssen und so hilflos allen Forderungen ausgeliefert sind. In den letzten 2 Jahren starben rund 700 Arbeiter, 84 Arbeiter aus Indien starben bis Anfang Juni des Jahres. Der Internationale Gewerkschaftsbund geht von mindestens 4.000 Toten bis zur Fertigstellung der riesigen Anlagen aus. Zuletzt sorgte der Tod von 44 Arbeitern aus Nepal für Schlagzeilen. Ihnen soll als Bestrafung das Trinkwasser verweigert worden sein. Dabei ist die Versorgung der Arbeiter auch ohne Beschränkungen sehr schlecht.

Berichterstattung unerwünscht

Anfang Oktober 2013 sind ein deutscher Journalist und sein Kameramann festgenommen worden, als sie versuchten, über die Zustände auf den Baustellen zu berichten. Die Zustände in Katar sind aus westlicher Sicht unhaltbar. Die FIFA sollte zu diesen Vorkommnissen eindeutig Stellung beziehen und sich nicht vom Ruf des Geldes verlocken lassen. Aber das ist in der heutigen Gesellschaft eher unwahrscheinlich. Da das Streben nach Macht und Geld oft Menschenleben übergeordnet wird.

Bildquelle: istockphoto.com – hidesy

,

Noch keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar