Europapokal der Landesmeister

Heute Champiosn League, früher Europapokal der Landesmeister

Heute ist bei den Fußballfreunden die Champions League ein geläufiger Begriff für den europäischen Wettbewerb der jeweils stärksten Mannschaften der beteiligten Fußballverbände. Nur noch wenige können dagegen etwas mit dem Wettbewerb Europapokal der Landesmeister anfangen. Dabei entsprach dieser Pokal in etwa der heutigen Champions League. Von 1955 bis 1992 wurde dieser Wettbewerb ausgetragen und anschließend von der Champions League abgelöst. Grund genug, ein wenig in der Historie zu schwelgen.

Pokal number 11920 startet Mitropa-Pokal

Der Gedanke, einen Vereinswettbewerb auf europäischer Ebene auszutragen, kam bereits in den 1920er Jahren auf. Damals entstand der Mitropoa-Pokal, bei dem österreichische, jugoslawische, ungarische, italienische, tschechiesche, rumänische und schweizerische Mannschaften einen Wettbewerb austrugen.

1940 kam der Coupe Latine hinzu

In der Mitte der 1940er Jahre gab es dazu noch den Coupe Latine, den die jeweiligen Meister aus Frankreich, Spanien, Italien und Portugal unter sich ausmachten.

Gabriel Hanot rief den Europapokal der Landesmeister ins Leben

1954 war es schließlich der Franzose Gabriel Hanot, der den Gedanken einer europäischen Vereinsmeisterschaft aufgriff und konkretisierte. So starteten 1955 insgesamt 16 Mannschaften, darunter Klubs, die noch heute zur europäischen Elite zählen wie Real Madrid und der AC Mailand, in den ersten Europapokal der Landesmeister. Den ersten Titel sicherten sich die Königlichen aus Madrid mit einem Finalsieg gegen Stade Reims aus Frankreich. Deutscher Vertreter war damals der 1.FC Saarbrücken.

Mannschaften aus Südeuropa dominierten in den Anfängen

Überhaupt diktierten Mannschaften aus Südeuropa die ersten Jahre des noch jungen Wettbewerbs. Zum Beispiel Real Madrid. Dann kam die große Zeit von Benfica Lissabon mit zwei Siegen nacheinander. Es folgten der AC Mailand und Inter Mailand (zwei Mal). In der Saison 1966/67 gelangte mit dem schottischen Meister Celtic Glasgow erstmals eine britische Mannschaft auf den Thron der europäischen Vereinsmannschaften.

In den 1970er Jahren dominierten zuerst niederländische Teams, dann drei Mal nacheinander der FC Bayern München und schließlich acht Jahre lang englische Klubs diesen Wettbewerb. Ende der 1980er gab es jedoch nur noch Einzelsiege unterschiedlicher Mannschaften.

Real Madrid die erfolgreichste Mannschaft mit 15 Titeln

Am erfolgreichsten insgesamt waren spanische Mannschaften, die den ECI, wie der Europapokal der Landesmeister auch genannt wurde, 15 Mal gewannen. Mit Real Madrid (zehn Siege) stellt Spanien auch die erfolgreichste Mannschaft. Zwölf Mal gewannen Klubs aus Italien und England den Landesmeistercup. Mit sieben Siegen landet Deutschland in dieser Wertung auf Rang vier. Bayern München gewann den Europapokal der Landesmeister fünf Mal, Borussia Dortmund und der Hamburger SV je ein Mal.

Erfolgreichste Torschützen waren Alfredo Di Stéfano (49 Tore), Eusébio (46), Ferenc Puskás (36) und Gerd Müller (35). Den höchsten Sieg feierte 1974 Dinamo Zagreb mit 11:0 gegen Crusaders FC. Zehn Tore gab es im Finale 1960, als Real Madrid Eintracht Frankfurt mit 7:3 besiegte.

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