Färöer Inseln – Aufstand der Kleinen

Die Färöer Inseln sind die Aufsteiger der jüngsten FIFA-Weltrangliste

flock-of-sheep-441950_640Während sich an der Spitze der jüngst veröffentlichten FIFA-Weltrangliste kaum etwas tat und standesgemäß der Weltmeister Deutschland die Rangliste der Fußballnationen anführt, ergaben die jüngsten Ergebnisse der Qualifikationsspiele zur Europameisterschaft im hinteren Bereich einige Veränderungen. Stolze 85 Plätze brachte der historische Sieg der Mannschaft von den Färöer-Inseln im kalten Atlantik beim Ex-Europameister Griechenland. Auf Platz 105 liegen die Färöer nun – und damit besser als Kanada, Georgien und nur drei Plätze hinter WM-Teilnehmer Australien. Und noch ein europäisches Kleinod machte von sich Reden: San Marino. Die älteste bestehende Republik der Welt mit knapp 33.000 Einwohnern katapultierte sich mit einem 0:0 gegen Estland vom 208. – und damit letztem Platz – auf Rang 180.

Gibraltar, San Marino, Färöer – gibt es keine Kleinen mehr im Fußball?

Wer vor ein paar Jahren die Gegner Liechtenstein, San Marino und Andorra zugelost bekam, konnte die Punkte bereits auf seinem Habenkonto verbuchen. San Marino, die Enklave in Italien, musste bis zum Unentschieden gegen Estland 60 Niederlagen in Folge hinnehmen. Dass das Siegen gegen die sogenannten Zwerge nicht mehr so einfach ist, musste auch der Weltmeister beim 4:0 gegen das jüngste Mitglied der Fußballgemeinschaft Gibraltar registrieren. Bedeuten die jüngsten Erfolge von Liechtenstein, San Marino und Färöer eine Trendwende im Fußball? Wie aussagekräftig ist die FIFA-Weltrangliste in dieser Hinsicht?

Die Großen werden es schwerer haben

Auch wenn die letzten Leistungen der Fußballzwerge beeindrucken, die Qualitätsunterschiede zu den Spitzenmannschaften bleiben eklatant. Die Erfolge wie die in der letzten Runde in der EM-Qualifikation werden voraussichtlich eine Ausnahme bleiben – und deshalb umso mehr auffallen. Wenn man sich die Ergebnisse betrachtet, sind es sehr knappe Siege oder Unentschieden, die vor allem auf einer konzentrierten Defensivleistung beruhen – oft mit allen Spielern im und am eigenen Strafraum. Da haben es alle Gegner schwer, ein Tor zu erzielen – gerade dann, wenn es an der Einstellung mangelt. Vielleicht haben sich die Fußballzwerge mit ihren jüngsten Erfolgen keinen Gefallen getan, denn in der nächsten Zeit wird sie wohl keiner mehr auf die leichte Schulter nehmen.

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