Fußballstars und ihr Aberglaube

Unter Leitern durchlaufen, Freitag, der 13. und schwarze Katzen bringen Unglück. Vierblättrige Kleeblätter, Hufeisen und Schornsteinfeger bringen hingegen Glück. Das weiß jeder! Ob man daran glaubt oder nicht, ist wieder etwas anderes. Besonders Fußballspieler scheinen einen unerklärliche Hang zu Riten, Spleens und merkwürdigen Ritualen zu haben, welche ihnen für ihre Wettkämpfe Glück bringen sollen.

Bei den Kleinigkeiten fängt es an:

Christiano Ronaldo zieht zum Beispiel seine Stutzen so weit nach oben, wie nur möglich. „Von klein auf hatte ich die so hochgezogen. So bin ich berühmt geworden. Jetzt ist es Aberglaube und ich lasse sie immer über dem Knie“, soll er 2006 der „Bild“-Zeitung verraten haben.

Der Spanier Iker Casillas zog zum Autogrammschreiben während der EM 2008 seine Torwarthandschuhe nicht aus. Offensichtlich mit Erfolg, denn die Spanier wurden in diesem Jahr Europameister.

Neben den Kleinigkeiten gibt es aber auch sehr bizarre Rituale, die von so manchem Profi-Kicker bekannt sind:

Der Engländer Nobby Stiles rieb sich 1966 vor jedem Spiel den Oberkörper und die Hände mit Olivenöl ein. Ob es dadurch in der Kabine besser gerochen hat?

Der Österreicher Johann „Buffy“ Ettmayer trug immer Schuhe, die ihm zwei Nummern zu klein waren. Er rechtfertigte diese Angewohnheit mit folgendem Ausspruch: „Ich wollte immer ein Kondom an den Füssen haben sonst hast Du doch kein Gefühl.“

Zahlen spielen für abergläubische Spieler ebenfalls eine große Rolle:

David Beckham trug zum Beispiel gerne die 23 auf dem Rücken. Außer in der Nationalmannschaft oder bei ManU. Dort war es die 7.

Bruno Abramovic wollte nie eine andere Zahl als die 8 auf dem Rücken tragen, da er am 8.8.88 seinen ersten Vertrag bei Hannover unterschrieb.

Sternzeichen können offensichtlich auch einen erheblichen Einfluss auf das Spiel haben. So berücksichtigte Frankreichs Nationalcoach Raymond Domenech die Sternzeichen seiner Spieler als er die jeweiligen Aufstellungen festlegte. Löwen und Skorpione wollte er übrigens nicht so gerne dabei haben.

 

Die Liste der Spleens und Rituale von Fußballprofis kann noch endlos weiter geführt werden. Die große Frage, die jedoch bleibt, ist: Warum verfallen ausgerechnet Sportler dem Aberglauben anstatt sich auf ihr eigenes Talent und Geschick zu verlassen?

Noch keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar