Luis Suarez – Die Wandlung zum Team Player

Ein neuer Luis Suarez

Mit nur sieben Toren in seinen ersten 22 Spielen für den FC Barcelona scheint der ehemalige Stürmer des FC Liverpool, Luis Suarez, ein Fehleinkauf für die Katalanen zu sein. In der La Liga sind es gar nur vier Tore in fünfzehn Spielen – viel zu wenig für einen Vollblutstürmer, der in der Vorsaison Torschützenkönig der englischen Premier League mit einem Abstand von zehn Toren wurde. Doch diese Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte des neuen Luis Suarez.

Suarez kann eine neue Strümergeneration prägen

Jener Spieler, der noch bei der WM 2014 seine Zähne in die Schulter von Chiellini grub und deshalb eine viermonatige Sperre absitzen musste. Luis Suarez ist kein Ein-Mann-Torjäger, mit einem Hang zum Egoismus, mehr. Weitaus aussagekräftiger über den anderen Luis Suarez vom FC Barcelona ist die Zahl seiner Vorlagen: 12. Diese zwölf Assists, die er der Mannschaft zur Verfügung gestellt hat, zeigt die neue Rolle des Stürmers.

nou-camp-barcelonaSeine Spielweise fördert Messi und Neymar

Suarez ist heute ein hart arbeitender, selbstloser Teamplayer, der seine disziplinarischen Schwierigkeiten im Griff hat. Seine primäre Funktion sieht er darin, die großen Talente seiner Teamkollegen Messi und Neymar zu fördern, statt selbst einzunetzen. Das ist aber nicht alles. Suarez spielt eine zentrale Rolle bei der Neuerfindung des Fußballs durch eine der größten Klubmannschaften der Welt. Unter Luis Suarez ist der Tiki-Taka der letzten Jahre gestorben.

Luis Suarez löst ein Verschiebung des Systems aus

Als der Stürmer aus Uruguay im Sommer nach Südspanien kam, war vielen Experten nicht klar, auf welcher Position er am besten eingesetzt werden sollte. Der Uruguayer spielt unter Trainer Luis Enrique den klassischen Mittelstürmer, flankiert von Messi (rechts) und Neymar (links). Damit löste Suarez eine Verschiebung des Systems aus.

Kein Tiki-Taka mehr, sondern direkter Zug zum Tor

Während Barca in der Vergangenheit geduldig den Ball durch das Mittelfeld passte, wird heute so schnell und so oft wie möglich das Spitzentrio im Angriff gesucht. Die Statistik belegt dies eindrucksvoll. Noch 2011, als man Champions League-Sieger wurde, hatte das magische Dreieck Xavi, Iniesta und Busquets insgesamt 380 Ballkontakte. Heute sind es nur noch 286.

Dass das neue System noch nicht perfekt funktioniert, zeigt die kürzliche Niederlage gegen Malaga. Fakt aber ist, dass der neue Suarez eine ganz wichtige Rolle darin spielen wird.

 

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