Maskottchen in den Fußballstadien

Maskottchen – die immer grinsenden, plüschigen Viecher, die am Spielfeldrand rumhampeln und die Fans animieren sollen- gibt es bei jedem Bundesliga-Verein. Ein erwachsener Mann wird in ein Kostüm gesteckt zum Beispiel eine Biene oder ein Bär und soll dann wie an einem Karnevalsumzug das Publikum erheitern. Irgendwie albern und außerdem gibt es so etwas bereits: Im Disneyland…

Habt ihr euch nicht schon einmal gefragt, wie es über zu der Entscheidung kommt, welches Maskottchen dem Verein Glück bringen soll? Und wer die fragwürdigen Kostüme entwirft?

„Jünter“ ist zum Beispiel das „Pferd“ von Mönchengladbach. Sein Name ist die rheinische Form von Günther und Günther Netzer wiederum war eine Gladbacher Legende.

Der HSV gilt als Liga-Dino, weil er seit der Gründung der Bundesliga erstklassig spiel. Deshalb haben die Hamburger auch einen Dinosaurier namens „Hermann“ als Maskottchen. Den Namen hat er vom langjährigen HSV-Masseur Hermann Riecher.

Der 1. FC Kaiserslautern hat Teufel „Betzi“ als Maskottchen. Im Vergleich zu seinen Konkurrenten steht das Plüschtier nicht dümmlich grinsend am Spielfeldrand sondern strahlt zumindest ein Minimum an Kampfgeist aus.

Eines der wenigen lebenden Maskottchen und ein echtes Tier der Bundesliga besitzt übrigens der 1. FC Köln. Der Ziegenbock „Hennes VIII“ ist bei jedem Heimspiel dabei und lässt den 1. FC Köln zwischen den ganzen Grinse-Maskottchen beinahe seriös wirken. Ob die Tierschützer den Lärm eines grölenden Fußballstadions für einen Zigenbock allerdings gut heißen, ist unklar.

Zu eher trauriger Berühmtheit weltweit schaffte es das Maskottchen des kolumbianischen Vereins Atlético Junior de Barranquilla. Die lebende Eule war während eines Spiels auf den Platz geflogen und wurde dabei unglücklich vom Ball getroffen. Während sie noch benommen am Boden lag, kam der gegnerische Spieler Luis Moreno von Deportivo Pereira angelaufen und beförderte sie mit einem kräftigen Tritt vom Spielfeld. Das sollte leider das letzte Spiel für die Eule werden. Wenig später erlag das Tier seinen Verletzungen. Fans und Tierschützer gingen auf die Barrikaden. Moreno musste eine Geldstrafe von 10.000 Euro zahlen, eine öffentliche Entschuldigung abgeben und gemeinnützige Arbeit in einem Zoo leisten. Die armen Tiere…

Das Maskottchen für die WM 2014 steht übrigens auch schon fest. Das vom Aussterben bedrohte Dreibinden-Gürteltier diente als Vorlage. Es trägt den Namen „Fuleco“, eine Kombination aus „futebol“ (Fußball) und „ecologia“ (Ökologie). Wir sind sicherlich alle schon gespannt darauf, welcher Mannschaft Fuleco am meisten Glück bringt.

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