Wie sieht ein gutes Torwartraining aus?

Hohe Anforderungen an den mordernen Torwart

Die Anforderungen an den modernen Torwart sind heute weitaus vielfältiger als noch vor einigen Jahren. Der moderne Torwart verfügt neben den üblichen Eigenschaften einer guten Koordination (Reaktion, Orientierung, Rhythmus und Gleichgewicht), Physis (dazu zählen Sprungkraft, Schnellkraft, Kräftigung allgemein, Gewandtheit und Beweglichkeit) und Technik (zum Beispiel Hechten, Fangen, Beinarbeit, Fußballtechnik, Ballgefühl, Flanken und hohe Bälle sowie Situationen 1 gegen 1 und Spieleinleitung) auch über ausgefeilte Fähigkeiten in Taktik (Stellungsspiel, Mitspielen, Spieleröffnung) und Psyche (Konzentration, Beobachtung, Entscheidungsschnelligkeit und Ausstrahlung). Kurzum, der Torwart muss mehr als nur Bälle halten, die auf sein Tor kommen. Diese Fähigkeiten hat kein Torwart von Geburt an, doch mit dem richtigen Training ist es ihm möglich, sich diese Eigenschaften anzueignen und zu erlernen.

Ausgangspunkt sind die Grundtechniken

Ausgangspunkt aller gezielten Übungen ist das Beherrschen der Grundtechniken eines Torwarts. Nur wer die Grundstellung, das Fangen, den Abwurf, das Fausten und die Fußarbeit „im Schlaf“ beherrscht, hat überhaupt die Chance, sich zu einem guten bis herausragenden Torhüter zu entwickeln. Natürlich gehört zu einem sehr guten Torwart auch die richtige Ausstattung. Vom Fußballschuh, über Handschuhe bis zum richtigen Torwarttrikot.

goalkeeper-851006_640Spezielles Aufwärmprogramm für Torhüter

Die über die Grundfähigkeiten hinausgehenden Anforderungen lassen sich beim Aufwärmen ansprechen. Zum Beispiel bei der Übung „Aufwärmen mit Ballgefühl und Konzentration“. Torwart und Helfer stehen sich in einem Abstand von zwei bis drei Meter gegenüber. Ein Spieler hat in beiden Händen einen Ball. Sein Gegenüber nimmt eine lockere Grundhaltung ein. Bei Übungsbeginn wirft der Torwart dem Mitspieler beide Bälle in einem leichten Bogen gleichzeitig zu. Der andere Spieler muss nun beide Bälle zugleich fangen. Dabei spreizt er die Finger weit auseinander und knickt bzw. federt leicht in den Knien bei dem Fangversuch. Nach den ersten (gelungenen) Versuchen lässt sich der Abstand variieren. Es handelt sich um eine Übung, die zugleich Geschicklichkeit, Ballgefühl und Konzentration anspricht. Deshalb gehört zu dieser Übung Ruhe und auf keinem Fall Hektik. Es geht weniger um Schnelligkeit.

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